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Kärntner Radin holt erste Medaille

Christa und Alex Radin, Günther Reiter (v. li.)

Vom 25. Juli bis 2. August finden in Los Angeles (USA) die Special Olympics World Summer Games statt. Über 7.000 Athleten aus allen Teilen der Erde werden in diesem Zeitraum ihr Bestes geben.

78 österreichische Sportler, 40 Unified Partner (ohne mentale Beeinträchtigung) und 25 Trainer vertreten dabei Österreich. Zwei Sportler – Alexander Radin (Lebenshilfe Spittal) und Alexander Flechl (Lebenshilfe Wolfsberg) – halten innerhalb dieser Delegation die Kärntner Fahnen hoch.

 

Jubelstimmung

Gleich am ersten offiziellen Tag der Bewerbe durfte sich die österreichische Delegation im Medaillenspiegel eintragen lassen. Alexander Radin ging im Loker Stadium von Los Angeles - in dem bereits die geschichtsträchtigen olympischen Sommerspiele für Menschen ohne Beeinträchtigung stattfanden (1984, damals wurden die Spiele von 19 Staaten boykottiert) - über 10.000 Meter an den Start.

Insgesamt waren 15 Läufer, eingeteilt in drei Gruppen, am Start. „Alex hatte einen guten Lauf. Er war fokussiert und konzentriert“, sagte Günther Reiter, GF der Lebenshilfe Kärnten und zugleich sein Trainer/Betreuer vor Ort. Die Rechnung ging auf, trotz der Hitzeschlacht lief Alex eine Zeit von 1:16:24 und durfte sich damit über die Bronze-Medaille – die erste für Österreich bei diesen Spielen - freuen. „Die anderen Läufer waren auch sehr stark. Ich bin total erfreut, dass ich es aufs Podium geschafft habe. Es ist ein schönes Gefühl, wenn sich bei der Siegerehrung so viele Menschen für mich freuen. Ich bin begeistert von meiner Leistung und dass es für eine Medaille gereicht hat. Jetzt freue ich mich schon auf die nächsten Läufe in Österreich und im Ausland“, strahlte Radin nach der Siegerehrung vor Freude

„Aus meiner Sicht ist hervorzuheben, dass Alex der einzige Starter mit Trisomie 21 war. Alleine das ist schon eine Leistung, die sich eine olympische Medaille verdient hat. Alex hat die Einstellung eines echten Spitzensportlers, der nie aufgibt. Das hat ihn heute ins Ziel getragen. Ich bin sehr stolz, danke aber gleichzeitig seinen Vereinskollegen des SV Penk für ihre Unterstützung von Alex und das konsequente gemeinsame Training. Dieses Musterbeispiel für Inklusion hat wesentlichen Anteil an der Medaille“, lässt Reiter wissen.

 

Zu Alexander Radin

Radin erblickte am 1. Juli 1980 in Bad Eisenkappel das Licht der Welt. Er leidet an Trisonomie 21 und wohnt in Kolbnitz. Mit 14 Monaten wurde er Halbwaise, übersiedelte mit seiner Mutter nach Wolfsberg. 1986 zog es Familie Radin wieder nach Oberkärnten, wo er die Sonderschule in Obervellach besuchte. Seit 2006 ist er in der Lebenshilfe Spittal beschäftigt. Seine ersten sportlichen Hobbys waren Langlaufen und Schwimmen.

 

Alexander Radin, der sich als „glückliche Sportskanone“ beschreibt, kann in sportlicher Hinsicht bereits auf eine beachtliche Karriere verweisen. 2009 nahm er an den Special Olympics Winter Games in Idaho im Langlaufen teil. Durch eine Wette mit seiner Tante kam Alexander Radin zum Laufsport. Aufgrund der Wette nahm er am Kärnten läuft-Halbmarathon teil. Seit damals ist Radin kaum von den Laufstrecken zu bekommen. Zusammen mit seinem besten Freund, Ultramarathon-Läufer Dominik Pacher, geht er mehrmals jährlich bei diversen Läufen an den Start.

2014 wurde ihm eine große Ehre zuteil. Alexander Radin, mittlerweile auch vollwertiges Mitglied des SV Penk-Reißeck,  wurde er als Österreichs Sportler des Jahres ausgezeichnet. 

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